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PUMA-Symposium 2017

 PUMA-Symposium an der Johannes Kepler Universität JKU Linz am Freitag, 13. Oktober 2017 von 10:00 bis ca. 16:30 Uhr

Stichprobenverfahren und Repräsentativität – Zufällige und nichtzufällige Auswahltechniken zur Datenerhebung in den Sozialwissenschaften

CALL FOR PAPERS

Die Plattform für Umfragen, Methoden und empirische Analysen (PUMA) veranstaltet am 13. Oktober 2017 gemeinsam mit der JKU Linz (Andreas Quatember, Johann Bacher) ein interdisziplinäres Symposium zum Thema „Stichprobenverfahren und Repräsentativität“. Wir rufen alle interessierten ForscherInnen und PraktikerInnen aus den verschiedenen sozialwissenschaftlichen und angrenzenden Disziplinen, der Markt- und Meinungsforschung oder der amtlichen Statistik zur Einreichung von Kurzabstracts auf!

Inhalt des Symposiums

Sozialwissenschaftliche Umfragen werden mit dem Ziel durchgeführt, Informationen über eine interessierende Population beschreibende Sachverhalte (wie Einstellungen, Verhaltensweisen etc.) zu erhalten. Als „Goldstandard“ für die Stichprobenziehung werden Zufallsauswahlen betrachtet. Diese gewährleisten im Idealfall repräsentative Rückschlüsse von Stichprobenergebnissen auf wahre Populationswerte und die Kontrolle der Ungenauigkeit der Schätzungen auf wahrscheinlichkeitstheoretischer Basis.

In der praktischen Umsetzung der Verfahren kommt es häufig, z.B. wegen Nonresponse und unwahrer Antworten, zu (systematischen) Verzerrungen. Als Reaktion bedient man sich üblicherweise Methoden (wie z.B. Nacherhebung, Gewichtungsanpassung), welche die von der Theorie abweichende Praxis zu kompensieren versuchen. Zur Prüfung der Repräsentativität werden i.d.R. ausgewählte soziodemografische Merkmale verwendet.

Zu nichtzufälligen Auswahlverfahren gehören bewusste Verfahren wie Quotenverfahren, die sich an den Ideen der Zufallsmethoden orientieren, aber auch willkürliche Auswahl­verfahren wie freiwillige Websurveys, bei denen befragt wird, wer sich dazu bereit erklärt. Diese Stichprobenverfahren lassen wahrscheinlichkeitstheoretische Schlüsse auf Basis der Designs alleine nicht zu.

 

Ausgehend von diesen Überlegungen sollen Fragen der nachfolgenden Art diskutiert werden:

  • Wie kann der Goldstandard von Zufallsauswahlverfahren am besten erreicht werden? D.h. im Wesentlichen: Wie kann ein guter Auswahlrahmen garantiert, eine hohe Ausschöpfung gewährleistet und wie können Falschantworten vermieden werden?
  • Welche Faktoren beeinträchtigen die Repräsentativität am stärksten?
  • Welchen Einfluss hat fehlende Repräsentativität überhaupt auf die Ergebnisse?
  • Welche Merkmale und statistischen Testverfahren sollen zur Prüfung der Repräsentativität verwendet werden?
  • Wie gut können die häufig durchgeführten Gewichtungsanpassungen Verzerrungen in der Stichprobe ausgleichen?
  •  Gibt es statistische Modelle für nichtzufällige Auswahlverfahren, die eine Schätzung des Stichprobenfehlers ermöglichen?

Die angeführten Fragen sind exemplarisch und nicht ausschließlich zu verstehen.

 

Einreichungen

Wir laden interessierte Personen aus verschiedenen Disziplinen und der Praxis ein, Vorträge, die sich mit diesen oder weiteren Fragen zu Stichprobenverfahren und Repräsentativität beschäftigen, in Form kurzer Abstracts (ca. 250 Wörter) bis 30. Juni 2017 bei katharina.goetsch(at)univie.ac.at einzureichen.

 

Interessentenkreis

Das Symposium wendet sich an jene Methodiker/Methodikerinnen und Praktiker/ Praktikerinnen aus der wissenschaftlichen empirischen Forschung, aber auch aus der Markt- und Meinungsforschung, denen die Qualität der gezogenen Schlussfolgerungen von den Stichproben auf die interessierenden Populationen als ein zentrales Zielkriterium ihrer empirischen Arbeit gilt.

 

Wir freuen uns auf Ihre Beiträge!

 

Kontakt:

PUMA – Plattform für Umfragen, Methoden und empirische Analysen Universität Wien, Institut für Staatwissenschaft

Rathausstraße 19/1/9, 1010 Wien

Projektkoordination: Katharina Götsch

katharina.goetsch[at]univie.ac.at


Assoziierte Partnerorganisationen

Rathausstraße 19/1/9
1010 Wien

T: +43-1-4277-499 01
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